Distrikt Neukloster Hedendorf

Astrid Bade
 

Astrid Bade

Die Anfänge einer sozialdemokratischen Organisation in Neukloster und Hedendorf reichen - soweit Zeugnisse vorliegen - bis in die Weimarer Zeit zurück. So wird im Jahresbericht des Bezirkes Hamburg Nordwest für die Zeit 1923 - 1925 im Unterbezirk Unterelbe der SPD-Ortsverein Neukloster geführt. Ebenso wird berichtet, dass in Hedendorf von 9 Gemeindevertretern 3 von der SPD gestellt wurden. In späteren Jahresberichten ist der Ortsverein nicht mehr genannt. Möglicherweise haben sich die Mitglieder benachbarten Ortsvereinen angeschlossen. Trotzdem erreichten die Sozialdemokraten bei der Reichstagswahl am 14. September 1930 in beiden Gemeinden noch den höchsten Anteil der abgegebenen Stimmen: Neukloster 81 von 298 und in Hedendorf 98 von 268 Stimmen. Die NSDAP dazu im Vergleich: Neukloster 76 und Hedendorf 53.

Über die Wiedergründung des SPD-Ortsvereins nach dem 2. Weltkrieg liegt keine Aufzeichnung vor. Das Protokollbuch des Ortsvereins beginnt mit einer Niederschrift über die Jahreshauptversammlung am 9. Februar 1948, in der Franz Gerowski dem bisherigen Vorsitzenden Rudolf Lösekamp folgte. Die weiteren Ortsvereinsvorsitzenden bis 1972 waren Julius Uterwede, Johannes Fick, H.A. Eichgrün, Horst Juschkewitz und Hans-Wilhelm Frenzel. Die Zahl der Mitglieder des Ortsvereins, die zur Zeit der Gründung gerade ein Dutzend betrug, erreichte bis zu Umwandlung in den Distrikt das Dreifache. Außer im Ortsverein waren die meisten Mitglieder auch in der Arbeiterwohlfahrt und in der Siedlergenossenschaft Neukloster aktiv.

Inhaltlich befasste sich der Ortsverein neben allgemeinpolitischen Themen mit wichtigen Sozialgesetzen und mit kommunalpolitischen Fragestelllungen.

Heftig diskutiert auch in der SPD wurde Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre die Verwaltungs- und Gebietsreform. Zunächst war in der Diskussion, mit den westlich gelegenen Nachbargemeinden eine Samtgemeinde zu bilden. Als diese an der Frage der Schulstandorte scheiterte, kam zunächst Neukloster und später Hedendorf zur Stadt Buxtehude. Beide ehemaligen Gemeinden bildeten danach Ortschaften mit einem jeweils elfköpfigen Ortsrat.

In der Nachkriegszeit blieb die SPD in beiden Gemeinde- bzw. Ortsräten gegenüber der NLP/DP/CDU in der Minderheit, bis sie jeweils mit 6:5 Sitzen 1972 in Hedendorf mit Hans-Heinrich Ropers und 1986 in Neukloster mit Hans Kühlke den Bürgermeister stellte. Kühlke folgten ab 1989 Wera Frenzel und ab 2001 Helmut Burfeind. In Hedendorf wirkten Hans-Heinrich Ropers von 1972 bis 1996 und danach Jochen Dammann von 1996 – 2006 als Ortsbürgermeister.

Der ehemalige Ortsverein und spätere Distrikt Neukloster/Hedendorf wurde über fast 50 Jahre von Hans-Wilhelm Frenzel geprägt. Im Jahr 1959 erstmals gewählt, führte er den OV Neukloster-Hedendorf bis zur Verschmelzung mit dem OV Buxtehude im Jahr 1972. Danach bekleidete er weitere drei Jahre das Amt des Distriktvorsitzenden. Bis 2008 wirkte er in verschiedenen Funktionen im Distriktvorstand mit. Seit 2010 führte Marion Frenzel das Amt der Distriktvorsitzenden.

Am 20.03.2015 wurde Astrid Bade zur neuen Vorsitzenden des Distrikts gewählt. Sie übernahm das Amt von Bernd Prang. Stellvertreterin ist weiterhin Marion Frenzel und der Kassen- und Schriftführer ist auch weiterhin Armin Rieper.

Kontakt:
Distrikts-Vorsitzende: Astrid Bade, Tel. 0 41 61/ 86 803
Kassen- und Schriftführer: Armin Rieper, Tel. 0 41 63 / 34 56